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Dezember 2002

European Youth Online Magazine

music

Das Europäische
Jugendmagazin
POP-UP


Das Europaparlament

Parlament

Beeindruckend von außen

Innen

und von innen


plenum

Unser Plenum im Parlament


gruppe


Früh morgens um 6.20 trafen wir uns am Dortmunder Hauptbahnhof, fünf angehende Bürokauffrauen und - männer von der Zeche Germania in Dortmund, drei Erstsemester-Studenten und ein Bankkaufmann-Azubi. Und Margit und Olaf, die Leiter vom POP-UP club. Die Fahrt war ziemlich lang, aber am Rhein entlang gab's auch viel zu sehen. Endlich, um 12.30 kamen wir in Straßburg an. Die französische Organisation "Secours Populaire Français", die Hauptorganisatorin dieser Jugendkonferenz, hatte einen Bus gechartert, um uns abzuholen und uns direkt zum Europaparlament zu bringen.

Dort wurden wir erst einmal durch einen Sicherheitscheck geführt und auf Waffen durchsucht. Wir bekamen einen Ausweis, ein Namensschild und einen Aktenkoffer mit Tagungsunterlagen vom SPF.
Jetzt hatten wir uns ein Mittagessen in der Abgeordnetenkantine des Europaparlaments verdient. Die EU Abgeordneten aßen derweil in Brüssel, sozusagen in der belgischen Zweigstelle des Europaparlaments, Woche für Woche wechseln sie sich ab, mal Straßburg, mal Brüssel, ganz gerecht. Wenn man bedenkt, was diese allwöchentliche Umzieherei kostet...
Jedenfalls, das Mittagessen war gut, tat gut und geschmeckt hat's auch.

Unser Programm: Plenum und Diskussionsgruppen

Danach war "Plenum" angesagt - große Diskussionsrunde gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Jugendlichen in Europa, und Aufteilung in verschiedene Workshops, je nach Interesse.
Ich entschied mich für den Workshop Nr. 1 zum Thema Jugend und Politik.
Das Hauptziel dieses Workshops war es, das Interesse von Jugendlichen an der Politik stärker zu wecken, sie dafür zu interessieren mitzuarbeiten und zu erkennen, dass politische Krisen immer eine Gefahr für die Demokratie sein können.
Deshalb ist es wichtig, zur Wahl zu gehen, in den letzten Wahlen war die Wahlbeteiligung in Frankreich, aber auch in anderen Staaten der EU stark zurückgegangen, stellenweise bis auf 50%, noch 10% weniger, und die Wahlen würden gar nicht anerkannt.
Eine mögliche Lösung wäre, Jugend- und Sportverbände in die Politik mit einzubeziehen, erste Ansätze gibt es ja, z.B. das deutsch-französische Jugendparlament, aber man muß auch das Gefühl haben, daß deren Initiativen und Ideen ernst genommen werden. Nur 7 % aller Jugendlichen beteiligen sich in politischen Verbänden, mehr als ein Drittel aller Jugendlichen interessiert sich überhaupt nicht für Politik, und das, obwohl von politischen Entscheidungen, ob Bildungs-, Friedens-, oder Beschäftigungspolitik, direkt betroffen sind.
Deshalb sollten Familie, Bildungssysteme, Jugendorganisationen viel mehr als bisher ermutigt und aufgefordert werden, sich einzumischen und zu engagieren.

Europa macht's möglich

Die Europäische Union bietet dazu die Möglichkeiten, immerhin hat sie für diese internationale Jugendkonferenz uns nicht nur die Räumlichkeiten des Parlamentsgebäudes mit Übersetzungsanlagen zur Verfügung gestellt, sondern sie auch finanziell unterstützt.
Europa und die EU müssen noch viel stärker die Integration verschiedener Nationen, Kulturen und Ideen betreiben, damit Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit keine Chance mehr haben. Es muß viel häufiger und intensiver über Frieden und Solidarität gesprochen werden. Jugendlichen sollen diese als positive Werte begreifen und mobilisiert werden.
Bis 2004 will die EU ein Gesamtdokument, eine gemeinsame Vereinbarung, erstellen, in der die sechs Grundwerte: Freiheit, Sicherheit, Recht auf Staatsbürgerschaft, Gleichheit, Solidarität und das Recht auf Bildung von allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet werden.

Gegen Rassismus und Diskriminierung

Ein ganz wichtiger Workshop war der Workshop gegen Rassismus und Diskriminierung. Viele Jugendliche schilderten eigene Erfahrungen als Betroffene.
Oft genug sind Einwanderer Opfer der Politik ihrer Heimatländer und wenn sie dann in Europa landen, sind sie wieder Opfer, Opfer der Diskriminierung und des Rassismus. Sie werden ungleich behandelt, ob bei der Ausländerbehörde oder bei der Job- oder Wohnungssuche, das ist in Frankreich nicht anders als in Deutschland.
Die Suche nach Arbeit und Wohnung wird immer schwieriger und auch in Frankreich gilt, "ohne Moos nix los!" So bilden sich Ausländergettos in schlechteren Wohngegenden, es gibt keine soziale und ethnische Mischungen und die Gruppen bleiben sich fremd.
Die Arten der Diskriminierung sind vielfältig und nicht immer gleich offensichtlich, egal ob es sich um Diskriminierung von Ausländern oder Schwarzen, oder um sexuelle Diskriminierung von Frauen oder Homosexuellen handelt.
Darum ist es so wichtig, die Erfahrungen der Jugendlichen zu hören und Wege zu finden, sich gegen Diskriminierung zu wehren.
Wir haben natürlich auch praktisch etwas gegen Diskriminierung und für internationale Verständigung getan. Denn alle Jugendlichen und ihre Gruppenleiter waren in einer Ferienanlage zusammen untergebracht und es boten sich reichlich Gelegenheiten miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. Und dabei ist natürlich auch der Spaßfaktor nicht zu kurz gekommen. Das Highlight war dann auch die Party am Samstag abend: Lang, laut und mit viel Tanz!!
Fahzia.


 

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