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Mädchen erproben UNI-LIFE
Text: Dörthe Schmidt

 

Kurze Pause von den Zahlen: Die Mädchen schauen sich den Mathematiker, Astromom, Geodät und Physiker Carl Friedrich Gauß noch mal näher auf dem Deutschen Zehnmarkschein an.


Photos: Dörthe Schmidt

Mehr über Gauß

gaus1,2,3

und auf Englisch:
gaus4,5,6
Carl Friedrich Gauß
30.4. 1777 - 23.2.1855

Sogar was es mit dem Mann mit der Mütze auf dem Deutschen Zehnmarkschein: Carl Friedrich Gauß (1777-1855) auf sich hat, erfahren - so ganz nebenbei - die rund zwanzig Mädchen, die den mathematischen Grundkurs im Fachbereich Physik besuchen. Gemeinsam mit über hundert anderen jungen Frauen absolvieren sie an der Universität Essen ein Probestudium für Naturwissenschaft und Technik . Das bundesweit einmalige Projekt will ausdrücklich Mädchen für die Fachrichtungen Mathematik/Informatik, Chemie, Physik, Bauwesen, Vermessungswesen oder Maschinenbau begeistern, ihnen also den Weg in Fachbereiche ebnen, die sonst überwiegend von Männern gepflastert sind. Deshalb heißt es das ganze Wintersemester 1999/2000 lang "Jetzt studieren, dann immatrikulieren." - die Devise kommt an.

Alle Mädchen nutzen jedenfalls das Angebot wie Janine, 19 Jahre, erst "mal zu gucken , wie so ein Studium funktioniert." In Einführungsseminaren, Vorlesungen, Übungen und Exkursionen lernen die Studies von morgen die einzelnen Fachgebiete kennen, so dass, wenn sie tatsächlich nach dem Abi in dieser Richtung ein Studium aufnehmen, gleich schon orientiert sind und schneller als die richtigen "Erstis" mit dem "Scheine machen" los legen können.

Der erst 16-jährigen Christine hilft das Studium "auf Probe" bestimmt bei ihrer Studienwahl. Eigentlich interessierte sie sich eher für Chemie, und inzwischen findet sie Physik auch so packend, dass sie beide Studiengänge erst mal testet. Wofür sie sich dann tatsächlich nach dem Abi einschreiben wird, das weiß sie womöglich am Ende dieses Semesters, und ihr Berufswunsch, irgendwann in der Forschung arbeiten zu können, rückt dann wieder etwas näher. Und wer weiß: "Vielleicht bringt es ja auch etwas für die Schule.", meint sie ganz praktisch.

Von dem flotten Tempo, mit dem der Dozent eben ganz wie im richtigen Studium die Gleichungen und Kurven auf die Tafeln schreibt, lässt sich keine abschrecken, und mit der Überzahl an Männern werden sie wohl auch zurecht kommen, denn über eins sind sich Janine und ihre Freundin Sabine einig: "Wäre das Probestudium auch für Jungen gewesen, dann säßen jetzt wahrscheinlich hier nur Jungs."

Fragt ruhig bei einer Uni in eurer Nähe nach, ob dort in Zukunft auch so etwas eingerichtet wird, falls nicht, könnt ihr ja fragen, ob es Veranstaltungen gibt, in die ihr mit euren Vorkenntnissen mal rein schauen könnt:

Weitere Informationen über "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" beim Projektteam: Dr. Clarissa Kucklich, Projektleitung Angelika Michalczack, Dipl. Sozialwissenschaftlerin

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