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September 2004

Das europäische online Jugendmagazin

 

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Die Tournee 2004

Paris - 1.10.04
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Oslo - 8.10
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Zurich - 11.10.


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The official papa roach board www.brokenh.com



Papa Roach: Getting Away with Murder

Text von Matthias Klein

"Cut my life into pieces, this is my last resort…" Um es direkt zu Beginn zu sagen: Nein, ein "Überhit" Marke "Last Resort" findet sich auch auf der mittlerweile dritten Major-Veröffentlichung von Papa Roach nicht. Und trotzdem: "Getting Away With Murder" ist alles andere als ein Reinfall. Locker wird die vorhergehende Platte "Lovehatetragedy" getoppt, die nach dem Mega-Erfolg des Major-Debüts "Last Resort" nicht nur, aber besonders in kommerzieller Hinsicht, floppte.

Sicherlich, die Amerikaner haben sich verändert. So haben alle Bandmitglieder mittlerweile geheiratet. Wobei die Ehefrau von Gitarrist Jerry Horton, ein Ex-Playmate, nur allzu gut ins Klischee von einer Rockband passt. Auch produktionstechnisch ist nicht alles beim Alten geblieben: Die Band engagierte in dem Duo Howard Benson und Chris Lord-Alge neue Produzenten. Und verändert hat sich der Papa Roach-Sound, keine Frage.

Als auffälligste Neuerung ist dabei zu nennen, dass sich die Vocals von Frontman Jacoby Shaddix deutlich zugunsten eines melodischeren Gesangsstils geändert haben. Zudem klingt das Album glatter produziert, vor allem im Vergleich zu "Infest". Wer nun aber den Ausverkauf des ""alten" Papa Roach-Stils hin zu radiokompatibler Mainstream-Rockmusik befürchtet, sei hiermit beruhigt. Vielmehr wechseln sich melodische Momente mit rockigen Parts auf dem Album ab.

Beim Titelsong, der zugleich auch erste Singleauskopplung ist, linsen die früheren Genre-Kollegen von Korn hinter jeder Ecke hervor. Richtig: Frühere Genre-Kollegen, denn zum "klassischen" New Metal ist die aktuelle Platte nun wirklich nicht zu zählen. Ganz verbannt sind Elemente des alten Stils aber trotz allem nicht: Besonders beim superben "Blanket Of Fear" rocken die Amerikaner wie zu weiland besten "Infest"-Zeiten. Und auch der Opener "Blood (empty promises)", der nach einem überraschenden Anfang zu einem typischen Papa Roach-Song mutiert, fällt in diese Kategorie. Dem entgegen stehen Lieder wie das (Achtung!) etwas hymnenhafte "Scars", die so bisher bei dieser Band undenkbar schienen. Amtliches Hit-Potenzial besitzt derweil vor allem noch das finale "Do Or Die", das so auch auf "Infest" gepasst hätte und das sich nicht nur wegen seinem Text ("It´s Never To Late To Live Your Life - The Time Is Now, Its Do Or Die!") als Mitsing-Klassiker auf Konzerten etablieren könnte.

Als Fazit lässt sich also abschließend festhalten, dass "Getting Away With Murder" eine deutliche Weiterentwicklung für Papa Roach darstellt. Die Band ist vielseitiger, auch abwechslungsreicher geworden, ohne den ihr eigenen Stil aufzugeben. Und auch wenn "Brecher" vom Schlage eines "Dead Cell" oder auch "Thrown Away" fehlen, so heißt das noch lange nicht, dass die Amerikaner nicht mehr rocken. Dabei hat allerdings ein klarer Wandel hin zu weniger Metal und mehr Rock stattgefunden. Zugegeben, die extreme Klasse des Major-Debüts "Infest" erreicht "Getting Away with Murder" nicht. Können sich Papa Roach aber wirklich alles erlauben (= "to get away with murder")? Nein, doch dieses Album schon!

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